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Re: Ziegengatter.
von Damion am 12.06.2016 17:45"Ich überschätze mich nicht, Prinzesschen. Ich weiß, wie schnell man den kriegt, deswegen bin ich doch hier.", meinte ich die Augen verdrehend und sah ihr dabei zu, wie sie sich den Kajal wegwischte.
Mit den Fingern tastete ich meinen tätowierten Arm nach meinen alten Narben und fuhr sie etwas nach, ehe ich sie wieder ansah. "Ein Pierrot?" Ich hob eine Braue. Als Pierrot konnte ich sie mir nicht vorstellen, doch hatte ich in den letzten Jahren vieles gesehen, was ich mir nicht hatte vorstellen können. Kurz sprangen kleine Funken aus meinen Fingerspitzen, doch ließ ich sie erlischen. Ich schweifte in meinen Gedanken ab und neigte den Kopf etwas. Meine Miene blieb unverändert und auch die Bewegung an meinem Arm stellte sich nicht ein. Ja, ich war hier, um nicht immer das Arschloch sein zu müssen.

Re: Ziegengatter.
von Lex am 12.06.2016 15:36"Überschätz dich da mal nicht, den Titel eignet man sich äußerst schnell an", gab ich zwinkernd zur Antwort und wischte mir unter dem Augen entlang. Die Hälfte meine Kajals hatte sich vermutlich dort abgesetzt, wobei mir das mittlerweile einfach nur egal war. Am liebsten hätte ich mich hier in den warmen Sonne jetzt zusammengekauert und hätte geschlafen. Meine Augen fielen mir immer wieder mal etwas zu. Allerdins fröstelte ich durch die Müdigkeit auch etwas und zog die mir viel zu große Armeejacke meines Vaters aus meinem Seesack und zog sie mir über. Mein Nachname "Ridwell" war auf Höhe der Brust eingestickt. Mein Vater war Soldat. Nachdem ich den Stoff dichter um mich gezogen hatte, störte ich mich etwas an seinem Amusement. Ja, amüsier dich nur über mich, du Penner "Ich bin ein Pierrot zumindest ist das der Plan" Keine Ahnung, was mich an traurigen Clowns so faszinierte, aber gekoppelt mit meinen Fähigkeiten, konnte man eine Menge begeistern. Das erhoffte ich mir jedenfalls.

Re: Ziegengatter.
von Damion am 12.06.2016 15:18Nur zu gern würde ich ihre Gedanken wissen, doch schwieg ich erst mal. "Man spricht mich auch normal nicht mit Arschloch an, Prinzessin.", meinte ich etwas belustigt und setzte mich dann leise lachend auf. "Ich meinte, was für eine Rolle du hier im Zirkus spielen wirst."
Wie konnte sie mich nur so derart falsch verstehen? Etwas amüsiert schüttete ich den Kopf und fuhr mir durch die Haare, um diese etwas zu bändigen.

Re: Ziegengatter.
von Lex am 12.06.2016 14:39Es war mir zwar ein Rätsel, wie es einem Menschen egal sein konnte, wie man ihn nannte, allerdings war vermutlich auch nur mir ein Name sehr wichtig. Ich hieß nicht umsonst Lex bzw. eigentlich Alexandra. Beides Namen, die man mir bewusst gegeben hatte. Mein Vater wusste, was aus mir werden sollte. Wie ich sein hätte sollen, dabei war ich nur eine bittere Enttäuschung für ihn. Nicht mehr und nicht weniger. "Das sollte dir nicht egal sein, Damion. Es kommt selten gut, wenn man in der Öffentlichkeit mit Arschloch angesprochen wird, wenn du verstehst, was ich meine"
Die Augen fielen mir langsam aber sicher zu, während ich an meinem Handgelenk kratzte und erneut gähnte. Als er mir die Frage stellte, öffnete ich die Augen und legte den Kopf schief. "Ein Mädchen?"

Re: Ziegengatter.
von Damion am 12.06.2016 14:31"Wenn du das so stehen lassen willst.", meinte ich nur. Es war ihre Sache, was sie darüber dachte. Meine Haare waren mein Ding und das ging sie eigentlich auch nichts an. Ich ließ mich wieder ruhig ins Gras nieder und stellte die Beine angewinkelt auf.
"Damion. Wie du mich nennst, ist mir eigentlich egal."
Ich schloss die Augen und fuhr mir unbewusst über die Hüfte. Es brannte, wenn ich darüber strich und noch mehr brannte es, wenn ich es nicht tat. Innerlich seufzte ich etwas. Langsam ließ ich die Hände auf meinem Bauch liegen und sah sie an. "Was genau bist du, Lex?"

Re: Ziegengatter.
von Lex am 11.06.2016 22:49Ein Augenverdrehen konnte ich mir auf diese Art von Erklärung wirklich nicht verkneifen, auch wenn es irgendwo schon plausibel klang: "Ich lass das mal so stehen", antwortete ich mit einem leichten Gähnen. Ich hatte seit zwei Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Seine Musterung entging mir nicht. Mir entging es nie, wenn mich jemand mit seinem Blick nur kurz striff. Seine Gedanken in diesem Moment hätten mich wirklich interessiert, allerdings folgte ich nur seiner Handbewegung, als er den Dutt öffnete, was im deutlich besser stand. Mir gefielen Männer, deren Haare lang waren. Fand ich enorm sexy, allerdings war ich der Ansicht, dass es dabei Frisurentechnisch Grenzen gab. Er flechtet sie nachts bestimmt. Genau, mit Spülung und einmal in der Woche Haarmaske, scherzte ich in Gedanken. "Ich wollte wissen, wie du heißt, nicht wie man dich nennt oder eben nicht", ich rieb mir leicht übers Knie und lehnte mich dann gegen den Pfosten des Zauns.

Re: Ziegengatter.
von Damion am 11.06.2016 20:01"Mit kurzen Haaren lässt es sich nur zu schlecht Headbangen. Außerdem liebe ich meine langen Haare.", meinte ich auf ihren Konter und setzte mich etwas auf. Mein Blick ging über ihren Körper. Ihre Narben fielen vielleicht nicht auf den ersten Blick auf, doch wenn man den Arm genauer betrachtete, bemerkte man, wie vernarbt dieser war. Meine Hüfte sah nicht besser aus und wären meine Arme nicht tätowiert, so würde man die meinen an den Armen wahrscheinlich auch noch sehen. "Oh, entschuldige. Damion mein Name, aber so nennen mich die meisten eigentlich nicht.", meinte ich etwas schmunzelnd und öffnete meine Haare aus dem Dutt, da sie nun doch schon größtenteils wirr heraus hängen.

Re: Ziegengatter.
von Lex am 11.06.2016 18:07"Klischee und Männer allerdings weniger", konterte ich, während ich meine Beine anzog und die Unterarme auf den Knien ablegte. Es war mir ein Rätsel, weshalb man seine Stilrichtung an Musikrichtungen oder ähnliches koppelte. Ich trug, worauf ich Lust hatte, ob es passte oder nicht. Sicher, man konnte mich wahrscheinlich auch in eine Schublade drücken, aber bewusst strebte ich nicht danach. "Du musst mir übrigens auch nicht sagen, wie du heißt, ist kein Ding, ich red dich auch einfach mit du an", die Ironie schwang nett in meiner Stimme mit, während sich mein Blick an ihm entlangtastete und schließlich bei meinen Handgelenken endete. Mit dem Daumen strich ich über die Narbe auf meiner rechten Pulsader. Unbewusst und völlig belanglos. Sie war nicht die einzige, die meinen Arm zierte. Mein Unterarm war völlig vernarbt. Die Narben hatten darauf System, stachen aber auf meiner bleichen Haut nicht heraus. Es juckte mich nicht, was andere darüber dachten oder urteilten. Sie gehörten zu mir. Ende der Geschichte.

Re: Ziegengatter.
von Damion am 10.06.2016 21:17Dem Tier sah ich nicht hinterher. Meine Augen waren immer noch geschlossen und ich ließ mir die Sonne auf's Gesicht scheinen. Über ihren Kommentar musste ich etwas schmunzeln. "Metal und lange Haare passen eben gut zusammen." Meine einzige Erklärung. Ja, es passte meiner Meinung nach wirklich gut zusammen.
Langsam fuhr ich mir mit der Hand über die Brust und setzte mich kurz darauf auf.

Re: Ziegengatter.
von Lex am 08.06.2016 21:07Die kleine Ziege entfernte sich langsam wieder von mir, weshalb ich aufstand, mir den Dreck etwas von der Jeans klopfte, mich dann schwungvoll über das Gatter hob, um mich dann ins Gras zu setzen. "Lex und du?" Ich nahm meine Haare auf eine Seite und zupfte das restliche Gras von dem Sturz eben noch heraus, bevor ich die Beine in den Schneidersitz zog und mir die Sonne auf die Schultern scheinen ließ. Ich war blass wie eine Leiche, etwas mehr UV-Licht konnte da wirklich nicht schaden. "Ihr Kerle habt mittlerweile mehr Probleme mit euren Haaren als wir Frauen", meinte ich auf die wirren Strähnen in seiner Stirn, öffnete dann die Schnürsenkel meiner abgeranzten Chucks und schlüpfte heraus. Ich wollte das Gras zwischen meinen Zehen spüren.


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